für die Kommunalwahl 2026 in Altomünster
Weil gute Ideen gemeinsam besser werden
Präambel
Gemeinsam die Zukunft von Altomünster gestalten
Herausfordernde Zeiten brauchen innovative, mutige Antworten. Dort, wo Menschen mit unterschiedlichen Talenten, Erfahrungen und Perspektiven zusammenkommen, wo zugehört und fair diskutiert wird, entstehen nachhaltige Lösungen für morgen.
Vielfalt im Gemeinderat bringt Altomünster weiter
Davon sind wir als unabhängige Wählergemeinschaft Team Zukunft überzeugt. Je vielfältiger die Stimmen und Ideen vertreten sind, desto besser können wir die Zukunft unserer Marktgemeinde und ihrer Bürger:innen gestalten. Daher möchten wir uns 2026 zur Kommunalwahl stellen und die Vielfalt im Gemeinderat erhöhen.
Gemeinsam stark – als Team für Altomünster
Wir möchten als Team Verantwortung übernehmen, mitgestalten und mitentscheiden. Wir setzen dabei auf offene Kommunikation und ein konstruktives Miteinander – innerhalb unserer Wählergemeinschaft, mit den anderen Fraktionen des Gemeinderats, mit der Gemeindeverwaltung und natürlich mit allen Bürger:innen von Altomünster. Wir möchten allen auf Augenhöhe begegnen und zuhören, verschiedene Ideen und Meinungen achten und miteinander nach den besten Lösungen suchen.
Bewährtes fortführen. Stagnierendes anpacken. Neues entwickeln
Wir wollen an Bewährtem festhalten, aber auch Themen, die ins Stocken geraten sind, anpacken und auf den Weg bringen. Uns ist wichtig, dass sich unsere Gemeinde weiterentwickelt – in einem Tempo, das von den Bürger:innen mitgetragen wird. Dabei sollen politische Entscheidungen immer an den Bedürfnissen der Menschen orientiert sein.
Gemeinsam Wege finden – und das Machbare umsetzen
Für uns als Team Zukunft und Tanja Lademann als Bürgermeisterkandidatin, steht das konkrete Umsetzen des Möglichen im Vordergrund. Unser Wahlprogramm basiert auf nachhaltigen und pragmatischen Lösungen für unsere Gemeinde. Dabei vertrauen wir auf eine aktive Zivilgesellschaft, die mit ihrem Engagement, ihren Ideen und ihrer Kreativität unverzichtbar für uns alle ist.
Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen – für ein lebendiges, starkes und zukunftsfähiges Altomünster.
Herzliche Grüße,
Ihr TEAM ZUKUNFT – Weil gute Ideen gemeinsam besser werden!
Bezahlbarer Wohnraum für Jung und Alt
Bezahlbarer Wohnraum ist entscheidend, damit jeder in unserer Gemeinde ein erschwingliches Zuhause finden kann, ohne sich finanziell zu überlasten. Steigende Mieten und Immobilienpreise dürfen nicht dazu führen, dass junge Menschen und Familien wegziehen oder Fachkräfte fehlen. Nur wenn Wohnraum für alle erschwinglich bleibt, können wir unsere Gemeinschaft lebendig, vielfältig und stark erhalten – an einem Ort, an dem Menschen gerne bleiben und ihre Zukunft gestalten.
Durch versiertes Baurecht und Abläufe die Bürger:innen unterstützen
- Genehmigungsverfahren durch Vereinfachung von Prozessen und durch Digitalisierung beschleunigen.
- Intensivere Nutzung von bereits bestehendem Wohneigentum ermöglichen. Bebauungspläne anpassen, sodass An-, Um- und Ausbauten möglich werden.
Die Anzahl an gemeindlichen Wohnungen erhöhen, um den Mietmarkt zu entspannen
- Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft mbH im Landkreis Dachau, um weitere Projekte zu initiieren.
- Bau von kommunalen Wohnungen mit einer Mietpreisbindung.
- Bau von Sozialwohnungen, um Menschen mit geringem Einkommen zu unterstützen.
Eine zukunftsorientierte Bodenpolitik der Gemeinde
- Flächen bevorraten, um sie später gezielt für bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
- Gemeindliche Baugrundstücke für sozialen und nachhaltigen Wohnungsbau in Erbpacht vergeben, sodass die Grundstücke bei der Gemeinde verbleiben.
Sollten innovative Bürgerinitiativen oder Projekte entstehen, werden wir diese unterstützen. Dies können beispielsweise sein
- Mehrfamilienhäuser, die von Bürger:innen gebaut werden, die sich zu einer Genossenschaft zusammenschließen.
- Projekte und Bürgerinitiativen, die Mehrgenerationenhäuser bauen.
- Kirchliche Träger und Stiftungen, die gemeinnützige Wohnungen bauen.
Sicher vor Hochwasser
Wir wollen unsere Bürger:innen, Häuser und Infrastruktur besser vor Hochwasser schützen und gleichzeitig unsere Heimat nachhaltig weiterentwickeln. Weniger Bodenversiegelung und gezielte Maßnahmen zur verbesserten Wasserspeicherung sind dabei zentrale Schritte – sie schützen nicht nur vor Hochwasser, sondern fördern auch die Grundwasserneubildung und sichern unsere Lebensgrundlagen für die Zukunft. Jede und jeder kann durch vorausschauendes Handeln auf dem eigenen Grundstück einen Beitrag leisten und so können wir gemeinsam Verantwortung für unsere Heimat übernehmen.
Vorbeugender Hochwasserschutz bedeutet für uns:
- Erarbeitung und Umsetzung eines Hochwasserschutzkonzepts, z.B. Optimierung von Abflusswegen bis hin zur Schaffung von Notwasserwegen zur schadlosen Ableitung von Sturzfluten
- Wasserrückhalt in der Fläche schaffen, z.B. durch Nutzung vorhandener und neu zu errichtender Becken, Anlage von Biotopen und Ausweichräumen, Renaturierung und Geschwindigkeitsreduzierung bei Gewässern
- Besonders gefährdete Ortsbereiche besser schützen
- durch konsequente Umsetzung von Schutzmaßnahmen bereits in der Bauleitplanung, z.B. durch Förderung von Zisternen, gezielte Nutzung von Regenwasser und Sicherung von Flächen für den Hochwasserschutz.
- durch Verbesserung der bestehenden Infrastruktur im Rahmen der ohnehin notwendigen Baumaßnahmen, z.B. durch Umbau der Straßenentwässerung im Trennsystem, Entsiegelung öffentlicher Flächen sowie Vergrößerung von Baumquartieren.
- Kooperation mit Nachbargemeinden und Fördermittel nutzen
- Bürger:innenwissen einbinden – die Menschen vor Ort kennen ihr Umfeld und die Entwicklungen der letzten Jahre. Dieses Wissen soll bei der Entwicklung von Maßnahmen miteinbezogen werden.
- Solidarisch planen und handeln – durch vorausschauende Planung und Umsetzung auf den eigenen Grundstücken kann jeder einen Beitrag zum Schutz aller leisten.
Zukunft bauen: Infrastruktur und Gemeindeentwicklung
Wir setzen auf Wachstum mit Herz und Verstand: neue Möglichkeiten und Entwicklungen sollen entstehen und Bewährtes ausgebaut werden. So bleibt unsere Gemeinde lebendig, liebenswert und zukunftsfähig.
Verkehrs- und Mobilitätsplanung
Die Mobilität der Zukunft ist vielfältig und vernetzt, um für alle Menschen im Gemeindegebiet Teilhabe zu gewährleisten. Durch intelligente Mobilitätskonzepte und Mobilitätsmarketing wollen wir den Nahverkehr in der Gemeinde zukunftsfähig machen.
Wir wollen deshalb:
- beim Aufbau von Carsharing unterstützen,
- die Nutzbarkeit des Bürgerbusses verbessern,
- Mitfahrplattformen und gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen fördern,
- das Radwegenetz ausbauen und die Sicherheit für Radfahrer erhöhen,
- verschiedene Mobilitätsangebote vernetzen,
- den öffentlichen Nahverkehr stärken durch höhere Taktung der S-Bahn und Ver-besserung der Busverbindung nach Aichach,
- verkehrsberuhigte Begegnungszonen ausbauen.
Bauliche Infrastruktur
Zu einer attraktiven und lebenswerten Gemeinde gehören eine auch künftig gesicherte ärztliche Versorgung, Freizeitmöglichkeiten, eine gute Nahversorgung sowie Orte für Begegnungen und Veranstaltungen.
Wir setzen uns ein für:
- die Planung eines Ärztehauses,
- die Entstehung von lokalen Begegnungs- und Veranstaltungsräumen und die zu-sätzliche Nutzung bestehender Räumlichkeiten,
- den Bau eines Naturbads in Zusammenarbeit mit dem Altobad e.V.,
- die Realisierung eines Drogeriemarktes,
- den Ausbau von Treffpunkten für Jugendliche und junge Erwachsene, z.B. durch Neugestaltung des Skaterparks unter Beteiligung von Jugendlichen
- transparente Planungen und Entscheidungen zu Infrastrukturmaßnahmen sowie eine fortlaufende Kommunikation darüber
Energie und Wärme
Die kommunale Energie- und Wärmeplanung ist wichtig für die Zukunftsplanung von Privatpersonen und Unternehmen. Für die Kommune selbst kann sie die Unabhängigkeit von Energieversorgern erhöhen und dadurch die Kosten für Energie und Wärme langfristig stabilisieren.
Daher befürworten wir:
- die energetische Sanierung gemeindeeigener Gebäude, Photovoltaik-Anlagen auf allen gemeindlichen Gebäuden,
- den Aufbau von Nahwärmenetzen unter Berücksichtigung lokal möglicher Lösungen,
- die gezielte Nutzung erneuerbarer Energiequellen,
- die Förderung erneuerbarer Energien vor Ort, damit die Gewinne in der Marktgemeinde bleiben
Bildung und Betreuung für alle Generationen
Bildung ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben und eine starke Gesellschaft. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Generationen in unserer Gemeinde die besten Lern- und Entwicklungschancen haben – unabhängig von Herkunft und Einkommen. Gute Betreuung in jedem Lebensabschnitt ist für uns Ausdruck einer Gemeinschaft, die füreinander da ist. Deshalb möchten wir dafür starke Strukturen schaffen.
Kitas und Betreuung – Bildung beginnt hier
Kinderbetreuung ist eine kommunale Herausforderung – und für unsere Gemeinde oft mit hohen Kosten verbunden. Wir sehen sie jedoch nicht als Ausgabe, sondern als Investition in unsere Kinder und die Zukunft unserer Gemeinde Altomünster.
Unsere Ziele sind:
- Bezahlbare Kitaplätze für alle durch sozial gestaffelte Beiträge, Umschichtung von Haushaltsmitteln, langfristige Finanzplanung und flexible Betreuungsmodelle.
- Mehr Transparenz bei Kindergartenbeiträgen durch verständliche Aufschlüsselung der Kosten, regelmäßige und repräsentative Elternumfragen in den Kitas.
- Familien entlasten – stundenweise Kinderbetreuung und digitaler Leihoma-/Leihopa-Service
- Kinderspielplätze umsetzen und fördern – Finanzierung sichern
Schulstandort Altomünster- attraktiv und zukunftsfähig
Kinder, die unsere Grund- und Mittelschule besuchen, sollen die besten Chancen auf eine erfolgreiche Ausbildung erhalten.
Wir wollen deshalb:
- Ganztagsbetreuung bedarfsgerecht ausbauen, Schülerbetreuung stärken
- Attraktivität der Mittelschule erhöhen
- Zusammenarbeit mit regionalen Ausbildungsbetrieben („Tag der Betriebe und Berufe“) für praxis- und wohnortnahe Bildung und Ausbildungsplätze
- Unterstützung durch (ehemalige) Fachkräfte in der Schule (Vorstellung von Berufen und Vermittlung von Wissen)
Jugend stärken – Mitreden, Mitgestalten, Mitmachen
Jugendliche sollen sich in unserer Gemeinde gehört, ernst genommen und willkommen fühlen. Wir schaffen Orte zum Treffen, Aktionen zum Mitmachen und spannende Freizeitaktivitäten:
- Treffpunkt im Freien gestalten – z.B. Skater-Platz wieder in Stand setzen
- Vielfältige Angebote – Ausflüge, Workshops, erweiterte Öffnungszeiten Jugendzentrum
- Mitsprachemöglichkeiten – Jugendparlament, Jugendsprechstunden, Online-Umfragen, Gestaltungsprojekte in der Gemeinde
Für ein lebenswertes Miteinander – in allen Lebensphasen
Wir stärken Menschen in jeder Lebensphase und fördern den Zusammenhalt durch Bildung, Alltagsunterstützung, Nachbarschaft und Integration:
- Erwachsenenbildung ausbauen, z.B. Kurse für Langzeitarbeitslose, Senioren, Personen mit Migrationshintergrund
- Wohnortnahe Ausbildung fördern – duale Studiengänge in der Gemeindeverwaltung, berufliche Ausbildung, digitale Lernangebote
- Potentiale der Bürger:innen nutzen – z.B. für Unterstützung von Familien und in der Schule
- Interessensvertretung für ältere Menschen etablieren, z.B. durch einen Seniorenbeirat, um eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern
- Netzwerk für flexible Seniorenbetreuung errichten zur Entlastung pflegender Angehöriger – Nachbarschaftshilfe Altomünster fördern, passgenaue Unterstützungsangebote entwickeln in allen Ortsteilen, fester Ansprechpartner für Pflege, Netzwerk von „Springerkräften“
- Asylbewerber am Ort integrieren und Helferkreis Asyl stärken
Gemeinde mit Herz: Demokratie zum Mitmachen
Bürgerbeteiligung heißt: Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden – gemeinsam handeln. Das gibt den Menschen vor Ort eine Stimme und macht sie zu Mitgestaltern unserer Gemeinde. So entstehen Vertrauen, Zusammenhalt und das Bewusstsein, dass wir hier alle gemeinsam die Zukunft gestalten. Unser Ziel ist eine Demokratie, die bewegt, verbindet und beteiligt.
Bestehende Formen der Bürgerbeteiligung stärken und bekannter machen
Es gilt die bestehenden und rechtlich möglichen Formen der Bürgerbeteiligung besser bekannt zu machen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der Menschen den Mut haben, diese auch zu nutzen.
Das haben wir vor:
- Wir ermutigen Bürger:innen, mit ihren Anliegen direkt das Gespräch mit Gemeinderät:innen zu suchen – sie sind die Stimme der Bürger:innen bei Entscheidungsprozessen.
- Wir befürworten Rederechte für Bürger:innen in Gemeinderatssitzungen, damit ihre Anliegen gehört werden.
- Wir unterstützen Bürgeranträge aus Bürgerversammlungen und bringen sie aktiv in den Gemeinderat ein.
- Wir sehen Bürgerbegehren als Chance, die Demokratie zu stärken und ermutigen dazu, sie zu initiieren.
- Wir wollen Ratsbegehren nutzen, damit Bürger:innen bei wichtigen und kostenintensiven Entscheidungen selbst mitbestimmen können.
Neue Wege der Bürgerbeteiligung erproben und weiterentwickeln
Über die gesetzlichen Möglichkeiten hinaus wollen wir weitere Formen der Bürgerbeteiligung anbieten. Diese gilt es auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und ständig zu verbessern.
Diese Formate möchten wir dazu einführen:
- Regelmäßige Bürgersprechstunde bei der Bürgermeisterin.
- Digitale Plattform bzw. App
- Neue Beteiligungsformate – z. B. Jugendparlament oder Seniorenbeirat
- Workshops mit Vereinen, Gewerbe und anderen Gruppen – damit Anliegen gehört und gemeinsam Lösungen entwickelt werden.
- Bürgerrat zum Umwelt- und Klimaschutz – für mehr Mitwirkung bei Zukunftsthemen.
- Jugendbudgets – damit junge Menschen selbst über Mittel entscheiden können.
- Bürgerhaushalt – um finanzielle Entscheidungen gemeinsam zu treffen.
Transparenz in jeder Entscheidung
Transparenz ist die Grundlage für Vertrauen, Verständnis und eine Politik, die von allen
mitgetragen wird. Wenn Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, wie und warum Entscheidungen getroffen werden, stärkt das den Zusammenhalt. Deshalb stehen wir für eine Politik, die für alle verständlich und nachvollziehbar ist.
Das wollen wir erreichen, durch:
Ausbau und Verbesserung der Informationswege
- Mitteilungsblatt der Gemeinde ─ umfangreicher, häufiger und digital verfügbar machen ─ damit alle zu laufenden und geplanten Projekten sowie zu Entscheidungen besser abgeholt werden.
- Die Sozialen Medien gezielt nutzen , um die Bürger:innen direkt zu informieren.
- Die Gemeinde App nutzen , um aktuelle Informationen schnell zugänglich zu machen.
- Themenbezogene Informationsveranstaltungen häufiger anbieten.
- Die Bürger:innen umfassend über das Ratsinformationssystem informieren,
- sodass Beschlüsse des Gemeinderats besser nachvollzogen werden können.
Informationsfreiheit in der Gemeinde stärken
Die Gemeinde erarbeitet und verabschiedet eine Satzung zur Informationsfreiheit, angelehnt an die Mustersatzung des Bündnisses für Informationsfreiheit in Bayern.
Dadurch können beispielsweise folgende Dinge geregelt werden:
- Transparenzpflicht zu Dokumenten und Informationen, z. B. Haushaltsunterlagen, Sitzungsvorlagen, Gutachten und Verträge.
- Bestellung eines Beauftragten für Informationsfreiheit.
- Klare Regelung zu Bearbeitungsfristen und Verfahren für Bürgeranträge auf dem Informationszugang.
Natur bewahren – Klima schützen
Natur- und Klimaschutz sind unsere gemeinsame Verantwortung gegenüber Mensch,
Mitwelt und zukünftigen Generationen. Gleichzeitig gibt es im kommunalen Bereich viele konkrete Möglichkeiten, ein gutes Leben zu gestalten . Diese wollen wir in Altomünster konsequent nutzen.
Gemeinsames Verständnis schaffen
Eine wirksame Klima- und Umweltpolitik setzt voraus, dass die Bedeutung von Natur-und Klimaschutz bekannt ist und die Dringlichkeit des Handelns verstanden wird.
Deshalb werden wir in Altomünster:
- gemeindliche Bildungs- und Dialogformate aufbauen
- Beratung für Bürger:innen zu Energieeinsparmaßnahmen und energetischer Sanierung (einschließlich Fördermöglichkeiten) anbieten.
Zusammenarbeit stärken
Natur- und Klimaschutz gelingt durch gute Zusammenarbeit und Nutzung vorhandener
Ressourcen.
Wir werden deshalb:
- die Arbeit des Umwelt und Nachhaltigkeitsausschusses intensivieren
- eng mit Organisationen und Menschen zusammenarbeiten, die Expertise im Natur- und Klimaschutz mitbringen,
- den Austausch mit anderen Kommunen suchen , die bereits erfolgreiche Projekte umgesetzt haben, um von bewährten Modellen zu lernen.
Entscheidungen treffen und umsetzen
Natur- und Klimaschutz sind in Bayern bislang keine kommunalen Pflichtaufgaben. Gleichzeitig zeigt sich in einigen unserer Nachbarkommunen bereits jetzt, dass mutige Entscheidungen – etwa im Bereich der Energiewende – langfristig zu kommunalem Erfolg führen.
Wenn wir Natur und Klima in allen Bereichen mitdenken, gewinnen wir als Gemeinde:
mehr Lebensqualität, eine starke Wirtschaft , Zusammenhalt – und eine unabhängige
Energieversorgung für die Zukunft.
Daher befürworten wir folgende Maßnahmen:
- Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes unter Beteiligung der Bürger innen und lokaler Expert :innen
- Beschluss des Klimaschutzkonzeptes durch den Gemeinderat
- Erarbeitung eines Biotopverbundkonzepts für die gemeindlichen Flächen
- Konsequente Umsetzung des Klimaschutz- und Biotopverbundkonzeptes und verbindliche Verankerung in der gemeindlichen Planung, zum Beispiel bei Bauvorhaben und der Abwasserinfrastruktur
Starkes Gewerbe – gute Arbeitsplätze vor Ort
Eine starke lokale Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und kommunale Einnahmen.
Wirtschaftsfördernde Maßnahmen sind daher ein wichtiger Bestandteil kommunalen
Handelns. Wir setzen auf einen Ansatz, in dem Tradition auf Innovation trifft, damit faire
Chancen entstehen und stabiles Wachstum möglich bleibt. Dafür fördern wir sowohl
bereits bestehende Betriebe als auch Neugründungen und stärken eine vielfältige,
zukunftsorientierte Wirtschaftsstruktur vor Ort.
Diese Ziele möchten wir erreichen durch:
Stärkung regionaler Betriebe
- Lokale Vermarktung ausbauen: Förderung neuer Geschäftsmodelle, wie 7x24h-Selbstbedienungsladen, Neukonzeption der Jahrmärkte z.B. durch Erweiterung um lokale Gewerbeschauen.
- Sichtbarkeit erhöhen: in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein Gewerbeschauen an der Schule oder an Willkommenstagen für Zugezogene, Vorstellung der Betriebe in Gemeindeveröffentlichungen, z.B. Mitteilungsblatt.
- Betriebsentwicklung unterstützen: Begleitung bei Neuausrichtungen oder neuen Betriebszweigen (z.B. Bauernhofgastronomie) durch Unterstützung bei der Umnutzung bestehender Gebäude und Flächen.
- Transparente Vergabe von öffentlichen Aufträgen
- Ganzheitliche Wirtschaftsförderung als Aufgabe der gesamten Gemeindeverwaltung verankern und bereichsübergreifend Unterstützung anbieten.
- Zukunftsfähige Infrastruktur: Ausbau der wirtschaftsrelevanten Infrastruktur wie des Nahwärme-, Breitband- und Mobilfunknetzes.
Unterstützung für Handwerk, Dienstleister, Start-ups und Existenzgründer
- Wirtschaftsförderung
- durch Vermittlung von Informations- und Beratungsangeboten, z.B. zu Gründungen, Unternehmensnachfolge, Restrukturierung.
- durch Aufbau starker Netzwerke zwischen Gründern, Betrieben und regionalen Partnern im ganzen Landkreis.
- Co-Working Angebote prüfen: Möglichkeit eines gemeinsam genutzten Arbeitsbereiches (Co-Working-Space) testen z.B. für mobiles Arbeiten, für Kostenersparnis, flexibles Zusammenarbeiten und Informationsaustausch.
- Standortmarketing: gezielte Maßnahmen zur Gewinnung von Mitarbeitenden und Auszubildenden sowie zur Anwerbung neuer Betriebe.
Zukunft durch Ausbildung und Arbeitsplätze vor Ort
- Ausbildung und Praktika vor Ort stärken: in enger Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein, z.B. durch „Tag der Betriebe und Berufe” an der Schule, um Jugendlichen Einblicke zu geben und Betriebe bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen.
Miteinander für ein solidarisches Zusammenleben
Füreinander da sein, sich umeinander kümmern und sehen, was es gerade braucht, sind keine veralteten Werte, sondern der Boden, auf dem unsere Gesellschaft wächst, gedeiht und sich weiterentwickelt. Jede Bürgerin und jeder Bürger zählt – damit alle in unserer Gemeinde ein gutes Leben haben.
Was unsere Gemeinschaft vor Ort stärkt, stärkt auch unsere Gemeinde. Deshalb ist es für die Zukunft wichtig, engagierte Menschen zu unterstützen, Raum für Neues zu erschaffen und weitere Menschen zur Mitarbeit zu ermutigen. Damit möchten wir ein faires und gerechtes Miteinander fördern.
Wir setzen uns für bestehende und neue Begegnungsorte ein,
- indem wir vorhandene Räume für zusätzliche Nutzungen öffnen,
- indem wir fehlende Räume durch neue, vielfältig nutzbare Räume ersetzen,
- indem wir bestehende Orte, wie z.B. den Skater-Platz in Stand setzen.
Wir unterstützen bereits bestehende Initiativen und Netzwerke,
- durch die Stärkung sozialer Netzwerke, z.B. für Senioren und Familien
- durch bessere Vernetzung von Initiativen und Vereinen sowie Helfenden und Hilfesuchenden,
- durch die Unterstützung der Nachbarschaftshilfe im Hauptort und in allen Ortsteilen
- durch die Neukonzeption des Ehrenamtsabends und die Einrichtung einer Ehrenamtsbörse.
Wir sind Ansprechpartner und hören zu,
- bei Ideen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger,
- um den Bürgerdialog zu fördern und fest zu verankern,
- um die Teilhabe aller zu ermöglichen.
Vereine und Kultur: das Herz unserer Gemeinschaft
Kultur lebt von Veränderung und Vielfalt – ohne sie herrscht Stillstand. Deshalb sehen wir sowohl ein vielfältiges kulturelles Angebot auf kommunaler Ebene als auch die Sichtbarkeit unterschiedlichster kultureller Ausdrucksformen als wichtige Aufgaben unserer Gemeinde an.
Vereine spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie fördern Zusammenhalt, Solidarität und ehrenamtliches Engagement. In der Gemeinde Altomünster gibt es zahlreiche Vereine und Initiativen, wo Menschen Aufgaben übernehmen, die sonst auf Kosten der Gemeinde erledigt werden müssten. Ohne Ehrenamt und Vielfalt wäre unsere Marktgemeinde nicht das, was sie ist.
Wir möchten die Arbeit der Ehrenamtlichen, Vereine und Kulturschaffenden anerkennen und sie gezielt durch folgende Maßnahmen unterstützen:
Förderung von Traditionen und Kultur
- Erhalt und Förderung der Adventshütten am Markt und des Christkindlmarkts
- Bewahrung und Förderung traditioneller Veranstaltungen
- Unterstützung der Vereine bei kulturellen Angeboten und Veranstaltungen
Unterstützung von ehrenamtlich tätigen Personen und Vereinen
- Vereinsunabhängige Begegnungs- und Mehrzweckräume im ganzen Gemeindegebiet – bestehende Räume bekannter und leichter nutzbar machen für alle Bürgerinnen und Bürger und bedarfsgerechte Ergänzungen prüfen.
- Aufbau einer gemeindlichen Austauschplattform zur besseren Vernetzung von Hilfesuchenden und Ehrenamtlichen.
- Förderung der Zusammenarbeit zwischen Vereinen zur besseren Koordination gemeinsamer Veranstaltungen.
- Unterstützung der Vereine bei bürokratischen Anforderungen durch Beratungsangebote zu rechtlichen Fragen und Hilfen bei behördlichen Auflagen – etwa für Standbetreiber des Christkindlmarkts und der Adventshütten.
- Ausbau der Barrierefreiheit in den Vereinen unterstützen
- Bau des beschlossenen Spielplatzes in Pipinsried mit Hilfe von Ehrenamtlichen und verschiedenen Vereinen
Engagement fördern und neue Initiativen unterstützen
- Hilfe bei der Gründung neuer Organisationen und Projekte
- Ausweitung der Nachbarschaftshilfe Altomünster
- Gründerseminare für Ehrenamtliche die neue (soziale) Projekte etablieren möchten.
Wertschätzung und Sichtbarkeit des Ehrenamts stärken
- Stärkere Sichtbarkeit und Würdigung der Vereine, insbesondere jener mit wenig Bekanntheit oder geringer Außenwirkung
- Neugestaltung des Ehrenamtsabends, z.B. mit stärkerem Fokus auf soziale Initiativen und der Möglichkeit, dass Vereine oder Initiativen sich selbst präsentieren.
Digitalisierung mit Maß und Ziel – die Chancen nutzen
Ein Ausbau der Digitalisierung in der Gemeindeverwaltung erleichtert Verwaltungsabläufe, spart Zeit und reduziert Bürokratie für Bürgerinnen und Bürger. Elektronische Dienstleistungen verbessern zudem Kommunikation, Transparenz und Teilhabe in der Gemeinde. Ein Ausbau der Digitalisierung in der Schule sorgt dafür, dass unsere Kinder fit für die Zukunft sind.
Daher treten wir ein für:
Weitere Digitalisierung der Gemeindeverwaltung:
- Erarbeitung und Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie
- Ausbau der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen (Online-Rathaus)
- Einführung einer umfassenden Gemeinde-App:
Die Anwendung kann aktuelle Informationen, wie z.B. Apotheken-Notdienst, Bau-stellen, Straßensperrungen schnell zur Verfügung stellen. Auch Vereine können sich in dieser App präsentieren - Etablierung einer Beratungsstelle zu Fragen der Digitalisierung
- Förderung von Schulungsangeboten rund um das Thema Digitalisierung
Weitere Digitalisierung der Schule:
- Enge Kooperation mit der Schule, um gemeinsam mit der Schulleitung und den Lehrkräften den Ausbau der Digitalisierung weiter voranzutreiben .